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Wolfgang Zurborn | China! Which China?
Als ich
Wolfgang Zurborn vor mehr als 20 Jahren zum ersten Mal traf, zeigte er in der
fotogalerie im wedding eine Mappe seiner Menschenbilder, und interessierte sich für eine Ausstellung bei uns, der letzten Galerie damals in West-Berlin, die ausschliesslich zeitgenössische Fotografie zeigte. Die
Galerie Nagel hatte aufgegeben, der
Werkstatt für Fotografie in Kreuzberg wurden die Mittel gestrichen.
Später, ich hatte mich vom Galerie-Kollektiv getrennt, hatte er dort seine Berliner Ausstellung, ich nahm seine Serie im
virage-Projekt in meinen Film
Standbilder auf. Die Arbeit von
Wolfgang Zurborn bewundere ich seit langer Zeit, da freute es mich sehr, als er nach vielen Jahren Vorarbeit das visionäre Fotobuch
drift endlich realisieren konnte.
Seine neue Arbeit
China! Which China? sah ich vor wenigen Tagen zum ersten Mal. Es ist ein schöner Moment, wenn man eingeladen wird zu beobachten, wie ein Mensch noch zu seinen Lebzeiten den Erfolg seines Schaffens erleben darf.
Wolfgang Zurborn hat nie etwas anderes - soweit ich das nachvollziehen kann - in seinem Leben gemacht, als mit voller Leidenschaft und verantwortungsvoller Genauigkeit genau das zu tun, was er für richtig oder spannend hielt.
Seit
Menschenbilder - Bildermenschen sucht er die Wechselwirkung zwischen den Menschen und deren Bildern, der von sich/ihnen gemachten/für die geschaffenen Bilderwelten und der Wechselwirkung auf die Auserwählten.
drift war ein Meilenstein der zeitgenössischen Fotografie, mit vermutlich ähnlichen Konsequenzen, wie es einmal
The Americans von Robert Frank für die so genannte
straight street photography in den 1950er Jahren war.
Wenn
Wolfgang Zurborn in
drift seiner eigenen Arbeit die Krone aufsetzte, dann hat er jetzt alle Freiheiten provokant zu fragen
China! Which China?. "Es ist sehr erholsam, nach all den inszenierten Bildern der Olympischen Spiele, nach all der arrangierten, retuschierten Wirklichkeit mit Wolfgang Zurborns anarchistischem Auge auf China zu schauen. Der Zufall führt Regie, die Botschaft ist verschlüsselt, der Sinn spielt Verstecken, der Monolith zerfällt in Einzelteile", beginnt ein
ganzseitiger Artikel
Die Spiele sind vorbei, das Spiel beginnt von
Jakob Strobel y Serra in der FAZ. Das Spiel beginnt vor allem für
Wolfgang Zurborn, oder für uns, wenn wir es uns gönnen, uns in die Labyrinthe seiner vielschichtigen Bilderwelten fallen zu lassen, um taumelnd, irritiert wieder aus ihnen heraus zu krabbeln.
Nicht nur das Einlassen auf Zurborns Bilder auch das Verweilen im stets neu gewählten Kontext der Publikation hat seinen Reiz. In der neuen Arbeit sind es aufwendig gestaltete Klapp-Portfolios, wie sie eher an der Uni verwendet werden, wenn eine Semesterarbeit publiziert werden soll. Meine Befürchtung ist eine sehr neugierige, was die Arbeit - nicht nur die fotografische - von Wolfgang Zurborn betrifft: Wir werden aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen. Nach der
HEIDI zeigt er erstmalig in einem solchen Rahmen seine Kochkünste am
Wok ...
Wolfgang Zurborn | China! Which China?05.09. - 10.10.2008 Galerie V8, Köln DE /
mapEröffnung : 05.09.2008, 19 H
Booksigning und Koch-Event : 25.09.2008, 19 H
:. Wolfgang ZurbornSeit 22 Jahren und über 150 Ausstellungen betreibt
Wolfgang Zurborn zusammen mit
Tina Schellhorn in Köln die Galerie
Lichtblick, die im Rahmen der
19. Photoszene Köln ihre China-Ausstellung am folgenden Tag eröffnen:
China Storiesmit Fotografien von
Harvey Benge,
Øyvind Hjelmen,
Ferit Kuyas und
Pok Chi Lau07.09. - 05.10.2008 Galerie Lichtblick, Köln DE /
mapEröffnung : 06.09.2008, 20 H
tags : art,
photography,
zurborn.:. uh