: Nationale Selbstvergewisserung
Der Sekt der Eröffnungsfeier für die neue Dauerausstellung 'Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen' des Deutschen Historischen Museums in Berlin ist längst ausgetrunken, da nimmt sich der Historiker Christoph Jahr noch einmal die Zeit für einen Rundgang der Ausstellung und trifft auf manche Merkwürdigkeit.
Die Methodik der Gesamtschau ist irritierend und die Fülle der Exponate ist überwältigend. Für Jahr bleibt das unbefriedigende Gefühl zurück, dass vor lauter Exponaten der Blick auf das Wesentliche versperrt ist. Er kritisiert den unreflektierten Duktus mancher Texttafeln, gerade zum Nationalsozialismus, weil sie die nötige Distanz zur "Lingua Tertii Imperii" - zur Sprache des Regimes - vermissen lassen.
Selbstvergessene Selbstvergewisserung, Christoph Jahr für nzz
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Die Methodik der Gesamtschau ist irritierend und die Fülle der Exponate ist überwältigend. Für Jahr bleibt das unbefriedigende Gefühl zurück, dass vor lauter Exponaten der Blick auf das Wesentliche versperrt ist. Er kritisiert den unreflektierten Duktus mancher Texttafeln, gerade zum Nationalsozialismus, weil sie die nötige Distanz zur "Lingua Tertii Imperii" - zur Sprache des Regimes - vermissen lassen.
Selbstvergessene Selbstvergewisserung, Christoph Jahr für nzz








