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2007/01/16

: Kunst = Kapital

Für Joseph Beuys war Kunst das eigentliche Kapital der Gesellschaft. Kapital als Potential einer Gesellschaft, die von der Kreativitätä und der schöpferischen Energie des Einzelnen lebt.

Kunst als Investment mit hoher Renditeerwartung prägt heute den boomenden Markt mit zeitgenössischer Kunstware. Für den Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich stand Kunst seit der Romantik und erst recht in den Generationen der Avantgarde für einen Ausnahmezustand. 'Erzeugten ehedem radikale Abstraktionen, gestische Ausbrüche oder tabuverletzende Performances die erstrebte Differenz zwischen der Kunst und allem anderen, so sind es heute die exzeptionellen Preise, durch die dasselbe gelingt ... Kunst, die sich trashig, dilettantisch oder flott gemacht gibt, hat also die besten Chancen, Sensationsmaxima zu generieren.'
Wolfgang Ullrich in Absolut teuer sein für | taz/kultur |

Zuletzt von Wolfgang Ullrich erschienen: Habenwollen. Wie funktioniert die Konsumkultur? und Was war Kunst? Biographien eines Begriffs. | amazon | :: ujh