: Jaques Rancière | Die Politik der Ästhetik
“Ihr Versprechen kann die ästhetische Erfahrung ... nur einlösen, wenn sie ihre Besonderheit negiert und Formen eines gemeinsamen Lebens ohne Unterschiede schafft, in dem Kunst und Politik, Arbeit und Freizeit, öffentliches Leben und privates Dasein ineinander übergehen. Sie definiert damit das Projekt einer Metapolitik, das darin besteht, das zu realisieren, was die Politik nur dem Schein nach realisiert: die Formen des konkreten Lebens zu ändern und nicht nur – worauf sich die Politik beschränkt – die Gesetze und Formen des Staates.”
weiter ... | DOCUMENTA 12 MAGAZINE | pdf, 80 kb
Entsorgung der Demokratie
Während sich das westliche demokratische System dem Rest der Welt gegenüber immer noch als modellhafte Vorgabe begreift, hat es intern mit allen möglichen Herausforderungen zu kämpfen. Einige dieser Infragestellungen rühren von Überlegungen zu (Staats-)Bürgerschaft beziehungsweise den damit verbundenen Exklusivrechten her, andere von generellen Zweifeln am System der repräsentativen Demokratie. Ein noch fundamentalerer Angriff kommt hingegen seit geraumer Zeit aus dem Lager einer Machtelite, die sich selbst zum Bewahrer »echter« demokratischer Werte ernannt hat. Jacques Rancière bringt, indem er sich dieser Position kritisch entgegenstellt, zur Sprache, worin ein aktuelles Verständnis »des Politischen« bestehen könnte. Im Zuge dessen versucht er, das demokratische Prinzip möglichst umfassend zu definieren – eine Verteidigung, deren Stoßrichtung auch für kritische Kunst und neue Modelle politischer Bildung von Relevanz ist.
weiter ... Interview von Christian Höller mit Jaques Rancière
in | Springerin heft 3/07 |
tags : culture, rancière, politics
weiter ... | DOCUMENTA 12 MAGAZINE | pdf, 80 kb
Entsorgung der Demokratie
Während sich das westliche demokratische System dem Rest der Welt gegenüber immer noch als modellhafte Vorgabe begreift, hat es intern mit allen möglichen Herausforderungen zu kämpfen. Einige dieser Infragestellungen rühren von Überlegungen zu (Staats-)Bürgerschaft beziehungsweise den damit verbundenen Exklusivrechten her, andere von generellen Zweifeln am System der repräsentativen Demokratie. Ein noch fundamentalerer Angriff kommt hingegen seit geraumer Zeit aus dem Lager einer Machtelite, die sich selbst zum Bewahrer »echter« demokratischer Werte ernannt hat. Jacques Rancière bringt, indem er sich dieser Position kritisch entgegenstellt, zur Sprache, worin ein aktuelles Verständnis »des Politischen« bestehen könnte. Im Zuge dessen versucht er, das demokratische Prinzip möglichst umfassend zu definieren – eine Verteidigung, deren Stoßrichtung auch für kritische Kunst und neue Modelle politischer Bildung von Relevanz ist.
weiter ... Interview von Christian Höller mit Jaques Rancière
in | Springerin heft 3/07 |
tags : culture, rancière, politics








